„wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, wie kann ich mit den mitteln der wiederholung zeigen, dass es keine wiederholung gibt?“ j. pe. (1981)

teilchen, die sich streuen; genaue gebiete, die dann wieder erforscht werden, zeigen sich in ihren flügen; warum geschieht das so und nicht so, fragt der physikstudent und hält das nächste präparat bereit; der nebel wird eingelassen, eine sekunde starr vor bedeutung und dann wieder (nach der fototypie..) lässt man den atomen die wahl: nach oben, unten, links oder rechts. heutzutage hat das keine bedeutung, weil man weiß, dass die teile, aus denen z.b. beton besteht, ständig in bewegung sind und den festen körper nur simulieren; aber 1975 war das echt noch eine neuigkeit; und das ist schlau und schön und es tut weh.
noch in den zügen bilden sich die leute fort. ein ort, an dem man sich befindet und in der lage ist, eine welt an sich vorüberziehen zu sehen; den landschafts=stream betrachtend, die häuser, bäume, nebelfelder usw. ein blick, der über den dächern ganz weit in der ferne schweben könnte; aber gesenkt ist auf das tableau mit den entscheidenen fakten des geschäftsenglisch z.b. noch hier sitzt man und lernt; wofür. der schlanke, hagere, mit aufuferndem haaransatz in die 2.klasse gelehnte beikoch, der sich den kopf zerbricht, ob er denn ausreicht in dieser warenwelt und ob er seinen emotionalen magel aus diesem feld zieht, das sein beruf ist, oder ob es ganz allein an den anderen liegt; aber er versucht es: er will weiterkommen und den job kriegen oder nur behalten usw. ob er vielleicht nochmal was drauflegen sollte, denkt er jetzt; eine fortbildung, die ihn doch nur wieder weg bringen soll von sich selbst und seiner situation, die er niemals wirklich miterlebt, weil er auf die aspiranten der tage starrt; die zukunft eines weinberges z.b. und auf sich selbst nicht einmal achten kann, wenn er in einem raum voller spiegel steht. ein upgrade der eigenen hirnwände; dieser kopfschlaufe, die er mit den augen nicht mehr zum sehen oder zu so einer art erkundung der landschaften mit sich trägt, sondern um in den zeichencodes das für ihn bessere bild zu erfahnden. wird er nicht eh abgelehnt von den chefetagen weltweit, eben weil er nicht das selbstbewusstsein hat, sich zu nehmen wie er ist? ich weiß das nicht, aber ich musste daran denken, als ich den typen die formeln murmeln sah in dem zug raus aus der stadt an einem langweiligen mittwoch abend in irgendeiner woche dieses jahres. schon das zeitunglesen lenkt einen ab von dem was um dich herum geschieht und ich glaube, der eine verkäufer in dem kramladen an der ecke, der immer nur vor sich hin starrt und von dem ich bis heute dachte, dass mit ihm etwas nicht stimmt, ist bereits ganz vorne mit dabei; das ist gar nicht traurig, dachte ich vorhin, als ich ihn wiedergesehen habe; weil ich mir ein stück schnur kaufen wollte, um irgendetwas mit irgendeinem anderen ding zu verbinden: die traurigkeit steckt in der bewegung, die alle nach vorne weg machen; immer zum neuen ort, zu einem anderen bild; in einen anderen tag. und einmal die entscheidung zu treffen, nur hier zu sein, wirklich hier, ist so schwer geworden und unmöglich und dann wird dieses triste dasein zu einem himmel, der keinen engel mehr erschafft. oder so ähnlich, nicht?
manchmal: sind diese eckigen personen noch da. eckig, weil so ihr raum ist: eine zelle. ich sehe sie alle und ich weiß nicht, wieviele gefangene es gibt; und klar, so eine spürbare romantik, die man sich an den emotionalen verbrecher (diesen anti-gesellschafter) der vergangenen jahrhunderte anhängt, wie einen kalender in die küche (er stört nur beim ertragen der tage..), ist falsch und wund und gemein, nämlich den betroffenen gegenüber. aber dieser poetische waffenhändler, oder: irgendein trauriger magnet der unruhe; oder: den menschen, den man sieht, wenn man das foto betrachtet, das lincoln erschossen haben soll usw. usf./ (und diese leise vor fingerkontakten und streicheleinheiten veränderte wut ist mitgemeint)
der san quentin drama workshop inszeniert beckett. die gefangenen sagen, dass sie wissen, worauf godot wartet und dass sie wissen, weshalb es ihm nicht gut geht in diesem warten; nämlich zu wissen, dass nichts kommt. lebenslängliche eben; den haftantritt der seele bereits hinter sich mit der geburt. nach wochen des wartens kommt vom senator der cäsarische wink, die hand streckt sich und kugelt sich zu einem hochstehenden daumen: sie dürfen spielen. ein inhaftierter gibt zu protokoll: natürlich dachte ich, dass ich niemals wieder raus komme. natürlich habe ich kierkegaard gelesen, ein „gott jenseits aller vernunft“, aber was hilft er mir hier? später spielt dieser häftling den krapp. beckett selbst ist noch später dabei, als die unscheinbaren und plötzlich freigesprochenen (durch diese metaphysiche instanz arbeitenden, die von einer organisation, die rehabilitiert (wie soll man das menschsein schon rehabilitieren?..)) in london, berlin, oder dublin seine stücke spielen; er inszeniert selbst. und das spürbare: dieses ereignis, einer seele mit haftbefehl so weit jenseits von jeglichem method acting, wird zu einer schande der theaterwelt: nämlich, dass man sie verachtet und nicht liebt, wie angemerkt wurde. aber dass sie grandios sind und das erste, vielleicht zweite mal die bühne brechen.
diese eckigen menschen, die immer noch ihren käfig mit sich tragen, verstehen dann am besten eine unerklärliche arbeit in diesen texten; die nichts-wollende; die etwas-seiende usw. menschlichkeit, die den zugang verloren hat zu den augenblicken, den erinnerungen; nämlich das ist, was sie dir verbieten, austreiben und als farce zu entlarven versuchen: deine geschichte. welcher mörder kommt frei und sagt laut: ich habe gemordet, das ist gut so gewesen? der san quentin theater workshop wurde von den breitbeinigen intellektuellen, den studierern gehasst. für uns ist das eine besondere auszeichnung. niemand hat verstanden, warum sam sich mit ihnen „abgab“; ausser eben sam selbst.. (und vielleicht wusste der, hier sitz mein molloy..
eigentlich, sagt claas, müssen wir alle immer wieder die selben grausamen wege gehen. vielleicht ist es das, was uns als das geheime spiel der schmerzen beschrieben wurde, von dem einen franzosen an der uni. nämlich (er schaut mich wirklich einmal an dabei..), dass du genau weißt, dass der besuch beim optiker bevor steht. und du kannst dafür alles einsetzen: für dieses wort: optiker. überall grinsen dich die ausgehobelten augen an; nicht, weil sie dir etwas wollen, sie wollen eigentlich nichts, oder nur ihre eigene kleine ruhe; ein getaktetes leben; eine zuverlässigkeit, das ganze natürlich nur, wegen den anstehenden zahlungen. die miete, die man hier in dieser welt von dir verlangt, ohne, dass überhaupt jemand gefragt hätte, ob du bereit bist, sie zu zahlen: es ist einfach so. niemand hat wirklich schuld; sondern, weil sie dich als einen klienten sehen; einen grund, den mund zu heben, den atem aufzuspannen und etwas zu fragen, demonstrieren sie nur folgendes: ich mache einfach mal mit. und wie ich das so höre, wie ich das selbst sage, fällt mir das auf, dass auch ich einfach so mit mache. claas steht auf und nimmt sich vom schrank in der ecke ein buch und hält es mir hin: tagebücher, wir verschwinden in unsere eigenen gedanken; na klar lässt man keinem menschen auf der straße eine ungerechtigkeit durchgehen, die einen selbst betrifft. aber sonst? hier hast du mehr oder weniger ein regiebuch für ein kommendes leben. die geheimen zeichen, die angestachelte seele, selbst deine hände hälst du für etwas besonderes. und überall willst du dir ein bild machen, warum? so wird man heute nicht mehr glücklich, und auch gestern wurde man das nicht. natürlich will ich dabei sein, wenn das hier alles zu ende geht. jeder feigling wie ich schreit nach diesem wild. nur, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass das meer sich nochmal teilt.
so ein stück oberkante unterlippe vom bahnhof/ grau, also ein verwelkter himmel; oder schlicht schlecht belichtet. an diesem tag hatte ich gehört, dass es noch immer spoken-word gibt. und auch im bild spricht langweilig vor sich hin die stadtbarke. das ist nun mal so. dass alles voller wörter quillt. und, wie b. sagt: widersprüche gibt es nur dort. die eingezogenen linien, nur durch die auswahl des auschgeschnittenen zu erkennen, ansonsten verschwinden auch die in der landschaft der stadt. die herrliche elektrische, wie man in einem vergangenen jahrhundert, dem vorletzten des vergangenem jahrtausend (das ich selbst erlebt habe.. science-fiction?) sagte, an ihren kriechstrom gehängt sieht fast ein bisschen albern aus; so ein gelbes würmchen an seinem versondertem mobile.
(das bild ist aus dem netz verschwunden, die maschen waren zu groß, eine replik davon wurde vom administrator nicht erzeugt; so verschwinden die stunden, die man sich den kopf zerbrochen hat, über den altaren..)
wie sinnlos: diese hysterischen attacken auf alles neue. die zeitverschwendung, die das alles in sich trägt und der einfache, herzfaule hasz auf eine architektur, die den anderen tag erreicht. im eigenen sehen so sehr gewöhnt an die stuckfassade der wütenden augen; ein gesicht als ein schweigendes gegenüber nicht mehr zu erkennen: das hat wort. und das hat wert. und das war einmal so. wo du dir den anschein gewahrt hast, liegt deine stärke: in der einfachen rundung jedes ereignisses in das eigene seh- und sprechfeld: einen besseren morgen, als diesen wirst du nicht haben. kleinstaatlichkeit auf der subjektiven ebene, das individuum verbellt; noch jeder träge wachhund kann das besser, aber er wird nicht gelassen; schriftstücke werden gewechselt; das geht durch ein plenum zum nächsten und am ende steht wieder nur ein upgedatetes nichts. soviel zeit.
„zeit zu vergeuden hat etwas ästhetisches.“ (pessoa) aber dort sollen empfindungen kultiviert werden; hier wird nur das totschlagen der gefährlichen langeweile bezeugt. ich selbst stehe dann inmitten der gesichter und muss zu einem schlaflosen zeugen werden. warum in dieser nacht? die zurückgehaltenen kleinen agressionen; diese geheimen zeichen und torheiten der neuesten welt, die es nur noch am bildschirm gibt. wenn ich einen krieg führen müsste, um die klagamauer zu erreichen; was würde ich tun, fragt der senile, zum gegenstand gewordene alltag. man kann ihn katalogisieren, abfotografieren und in eine unendlichkeit posten, die den heiszglühenden namen schon nicht mehr personen, sondern profile zuordnet. auch da macht man überall mit; ich sehe in mir selbst keinen hasz, sondern nur die vertrautheit mit der blindschwangeren wut; dem ausbleiber der reformen des eigenen körpers, der sich in den allermeisten fällen von seinen wochenschweren erschütterungen nicht mehr erholt. so schmerzen dann abends die glieder. und jedes neue treffen, jede weitere wirklichkeit dieser sphäre an sätzen, bekundungen, handreichungen usw., das man dir ansagt, schockt und frostet/ klickt und bricht/ schallt und macht dieses feine lästige zirpen jedesmal ein klein wenig lauter in den ohren und nachher am ende liegen die stunden taub in den fingern; schon wochen vorher/ und wochen danach. eine wieder nur sensible agression steigt auf und man erwartet den nächsten tag; abends läuft irgendein krimi.
am bahnhof: ein ungefähr sechzig jahre altes paar trifft auf ein anderes: ein befreundetes gespann, die aufs land fahren oder so. die eine frau sagt: „und dann haben wir uns nach jahren wiedergesehen, also bestimmt nach 40 jahren und wir sind uns um den hals gefallen usw.“ sie erzählt das echt laut und nur deshalb kann ich es hören; aber auch andere leute hören das mit und ich weiß nicht, ob sie das gleiche dachten oder ob auch sie den mann an der seite der erzählerin beobachtet haben; weil nämlich sein gesicht sich so komisch verzogen hat und dann wusstest du plötzlich, dass das die jugendliebe von seiner frau war oder etwas, was man auf diese art zu emotionen verarbeitet; das ist ja oft nachträglich erweitert usw. aber ich fand das so traurig, wie der geschaut hat aus seiner (sicherlich von seiner frau gewaschenen) wäsche. und in diesem moment weiß ich, dass augenbrauen dich verraten können; also musst du das üben. den ausweichenden blick nicht mal erwähnt.. in den augen des gatten diese 40=jährige eifersucht zu sehen, hat mich schlicht erschüttert und ich dachte, ob der jeden tag daran denkt? nicht, dass er die zweite wahl wäre oder so, sondern einfach, dass SIE überhaupt eine wahl getroffen hat und nicht das übernächtigte geschiebe der jahreszeiten usw. jedenfalls will ich sowas möglichst nicht haben; stell dir mal vor: t. hat erzählt, dass irgendwo auf dem zentralfriedhof in leipzig ein grab ist, auf dem als paraphrase steht: ich hätte as anders machen sollen.. knallt gut rein; wir bauen uns einen freak=hof usw. usf.
„ich möchte gerne den nutzen von z.b. einem blumentopf haben, sagt c. er sieht mich an und schweigt; so als würde er erwarten, dass ich etwas antworte, aber ich antworte nichts, weil man darauf nichts sagen kann; ich nicke. es gibt wieder ratten, unten im keller, beim konzertraum.. da irgendwo kommen die rein, sagt c. und sieht mich wieder an. wie kommst du darauf, frage ich; er nickt mir zu und geht zur tür, geht den gang entlang, geht ins treppenhaus, geht die treppe runter, geht durch die kellertür, geht den kellergang entlang, geht in den konzertraum, geht in die ecke. ich weiß nicht, was er dort macht; aber nach kurzer zeit und einem weiteren kurzen gehen kommt er zurück in mein zimmer und schaut mich an; ja: er schaut nur und sagt, ich möchte darüber jetzt nicht reden, ich habe das so gedacht; also ich habe.. naja: ratten eben. also stehe ich auf und gehe zur tür, gehe den gang entlang, gehe ins treppenhaus, gehe die treppe runter, gehe durch die kellertür, gehe den kellergang entlang, gehe in den konzertraum, gehe in die ecke und sehe den haufen rattenscheisze, der dort liegt. als ich zurück bin in meinem zimmer sage ich: rattenscheisze und c. sagt, ja. ein blumentopf? sage ich; am besten irgendwie sowas.., sagt c.“
nur noch strahlend ist wieder das ausgenommene licht (ach nee: es ist herbst); die bäume in action/ so dass du denkst, der sommer ist tot und tot ist auch das wetter: wenn sonst noch alles rauscht, an so einem langweiligen, monotonen strand z.b./ pinien, gleich links von hier; die düne, die nach norden zielt usw. und die wellen sieht man anschlagen; als ob es nichts wichtigeres geben würde; und die blätter spürt man rauschen; also die piniennadeln knirschen.. das ist aber auch gleich, an was man sich erinnert.
und ja, siehe doch, so sind die sparsamen töne dieser kultur verteilt (dieser kultur der wälder; mit bäumen in reihe gepflanzt, wie t. sagt und auch singt. „und was willst du von solchen menschen erwarten, die ihre vorstadt auf diese art begrünen..?“): es knacken die blätter zu boden im herbst: wie eine eisscholle bricht; wirklich, es ist der gleiche ton (ich habe sowas aufgenommen..)! genau der gleiche ton: krrraassch.
und ganz leise, aus der ferne, singen die letzten verschwundenen vögel; aber man kann sie noch hören: oder? die spazzen also überwintern hier; irgendwo in den arkarden, wenn man sie lässt. und das strahlende, ausgewucherte licht dieses zurechtgelegten sommers; eines früh=winter=sommers usw./ so ein gelb=grünes, grau=welkes, stand=schwaches etc. sonnenuntergangslicht, spendet der stadt und den straßen den möglichen ruhm eines herbsttages.
wenn die menschen nicht wären; die häuser und so ein ausgelauferner horizont, wenn die schatten nicht wüssten, wohin; wenn die tage zu studienabbrechern würden; wenn die angst nur ein hund wäre, den man manchmal ordentlich prügelt (ich habe so etwas am eigenen leibe erlebt..) usw. wo würde der beton noch lächeln? und wo würde die ente den teich betreten, den sie morgens verlässt?
klar: an keinem anderen ort ist man traurig wie hier.
abbildungen; 3 verschiedene aufnahmen von batman; zwischen august 1966 und ende 1970; der egomane erfindet sich mal wieder selbst. von oben nach unten: (bitte beachten) die backstein architektur von gotham; auf der veranda des wayne-anwesens, kurz nach feierabend (1); die ziegenledersandalen, für die wärmeren monate; an einem normalen nachmittag, auf streife (irgendwo bei der rennbahn; der fahrer des käfers wird noch ermittelt) (2); ganz unten die leiche rechts auf der couch (denn durch den mord an seinen eltern „gemacht“, ist es batman nicht vergönnt, weitere tote zu verhindern; er kann das nicht; er kann nicht aus dem trauma „raus“ usw.); wie so oft ist batman hier an einem tatort zu sehen, bevor die polizei eintrifft; die fotografie von privat: man wundert sich, dass so etwas in einer solchen situation noch gelingt (die kamera zu finden). aber naja: er ist mehr oder weniger ein lokaler held (3); also 3 zufällige tumblr-funde auf denen der rächer menschlich erscheint; beim publikum kommt das an. blenden und auslösezeiten sind nicht überliefert.


als ich eben bei der bildersuche: ‚adolf menzel, altar‘ eingebe kommt auf der ersten seite noch als ergebnis dieses bild; es hat weder mit menzel noch einem altar zu tun; denke ich zuerst, aber klicke es an und betrachtete die aufnahme: von rechts nach links: eine tanne, für weihnachten (ach nee!); ein niedriges gebäude, aber mit diesen sehr schönen balkonen, von denen das springen nicht lohnt; auch das ist die provinzielle stille, die den selbstmord durch sprung an die stadtbewohner delegiert; deshalb wird sich in den scheunen auch meist erhängt, ganz in ruhe; ein kleiner roter kesselwagen; später vw genannt; die köpfe: ingrid, hartmut, gerda und (vielleicht) ursel; was aber nur ihr rufname ist; eine kürzung von ursula; dann eine windmühle auf einem gemauerten hohlsteinsockel; die hecke dürr, im hintergrund ein weiteres, verschollenes gebäude; und dann etwas aufregendes; was mir erst nach dem hineinfahren auffällt; also unter der lupe: das umgekehrte größenverhältnis des hundes (eine dt. dogge?) und des aporta (hierher also kommt die bezeichnung „stöckchen spielen“), das ingrid in der hand hält: oft sieht man ja die kleinsten kläffer so riesige, überdurchschnittliche äste durch den park ziehen; hier dann mal ganz anders. der name des hundes ist bei redaktionsschluss nicht bekannt; die brillen datieren das bild auf die fünfziger jahre des letzten jahrhunderts.
vorhin aufgenommen; mir fiel dann später ein, dass die ganze straße voller geräusche liegt; trotzdem wollte ich noch immer sprechen; ich habe also nachgeholfen bei den geräuschen und durch so einen klassischen zufall entstand etwas sprache. das bekam aber niemand mit, in dem krawalllicht überall! auf dem weg, das vom mund laufende instrument; irgendein typ steht auf der brücke und nutzt die windstille für some change; danach ins museum, das aufnahmegerät schleift in der jackentasche mit; leider habe ich den gong (eine melodie, die abgespielt wird, kurz vor der schließzeit; aber die nennen das; ich habe nachgefragt; gong!); also der ist nicht mit drauf (und das wäre auch schade!). aber die schritte, zum ausgang.
ready-made (sicherheitsmasznahme)
das bild mit den irren buchstaben
nennt sich captcha. damit finden wir heraus
ob du eine person bist oder ein computer;
indem du die buchstaben vom captcha entzifferst
und in das feld darunter tippst, hilfst du uns
spammer und phisher auf myspace zu stoppen,
wenn du die buchstaben im captcha nicht lesen kannst
klicke rechts auf das kleine icon
und das captcha bild wird neu generiert;
hinweis: bitte keine leerzeichen eingeben.
ein auszug aus ‚head‘1′, einem zine das ich einmal gemacht habe. nach den ersten versuchen, 2009.
„und diese haltung aufzubrechen
mal eben beim aufwachen ein monolog sein
& nur davon zu handeln: eine melodie
erinnertes zwischen zweien die sagen – – – ach
und mit den augen hebung, deckung
simulieren/ und mit den fingern wolken ins
gedächtnis streichen, durch das fenster, vor die decke.
mehrmals benutzter slogan
im zug die landschaft null; nur dauernd tunnel &
betonverglasung/ ein fensterplatz, erschlichen, das
ticket eigentlich SEAT 243 / & immer wieder
druckausgleich (’schädelmagie, verzweigt‘) & irgendwann
ein kurzer moment mit sicht: die berge, die anatomie
eines adlers, im nebel ein fesselballon: ich mache ein foto
es ist unterbelichtet.
x, nach a
der ort wie ausgeklammert
schnellstraßen als verlinkung
mit darüber liegenden seiten
dahinter stummes flächenland
am andern morgen der nebel
liegt nur wie schon mal ausgesagt
dort, wilhelmsburg
stadtansicht; 1
es sind immer einzelne formen, die sich nach und nach
zu städten addieren/ und das gedicht – – –
steht als stromkasten (‚ich war schon hier‘) noch wochenlang
wo wir es hinterlassen/ & du sagst an, was bleiben darf.
stadtansicht; 2/ die ubahn der worte
auf deren zeitungen steht in letzter zeit oft das wort krise; &
es stimmt, es geht mir nicht gut. aber der schnitt stecke schon
im textil und die maschinen würden die maserung
nur noch abschreiten; mit ihren armen, d.h. nadeln/ diese gegend
die gar nicht mal so übel war, wird ausgeblendet/ ‚das ist
dass ich dich besser sehen kann‘ & alles eben wie ein oft
fingierter ort; allein die gebäude vertragen die neuorientierung.“
was ja ins auge dringt, ganz unbemerkt, aber licht bleibt licht, und als ob er dich so beobachten wollte, im hintergrund der volvo, für einen kurzen augenblick und wie das da alles rast! und wie die bank auf die komischste art und weise an die straße geklebt ist: eine fototapete, panikrücklage; rücken zum rasenden, zum verfluchten verkehr!

abb. 1, erich fried der narr auf einer bank in paris.
ein fotograf sagt: ich möchte durch das auslösen eine pausentaste drücken. und wenn dann mal ein unfall passiert, wie bedrückt du sein kannst; sogar, dass du dir für eine minute das rauchen verbietest, in dieser pause; einen kleinstentzug und dass der dir die angst vertreibt. das kann dann aber schon nicht mehr fotografiert werden; wegen der langen belichtung oder dem stürmischen blick. und ehrlich gesagt: niemand kann die zeit anhalten; nur aushalten usw.

abb.1: dampfer, gestoppt oder stark entschleunigt

abb.2: die sehnsucht wird beziffert von den beiden bojen
es sind solche farbflüchter: seltene, weitere schwärme; zu den kanonischen formen gelegt, endlich ganz oben; und die sich einen dreck scheren um die flüchtigen wolken von irgendsoeinem brecht; es sind solche ruhigen vögel, dass die kolonnen bildenden endlosen wolken an ihnen verschwinden; endlose reihen und noch längere auslösezeiten.

abb.1: pablo picasso, mit dackel (Lumpi)
briefkopf/ an u.
ich schreibe dir, weil ich hier bin
u. du jetzt weit weg; am morgen
nahm ich den zug ortseinwärts;
als achsensatz; als fahrschlag ins gehölz ringsher
an eingesetztem wort; am rand die flächen, kiesig
so kamen deine letzten zeilen;
u. schon mehr ein gedicht, als nur ein brief, klar
weil ich hier bin und du nun weit weg; kannst du
den worten noch trauen nach so langer fahrt?
6.5.10
auf dem flachdach. und immer wieder jagt der kater nach. sein schrei, wenn er den sprung verpasst. ich würde ihm zu gerne sagen, dass es sinnlos ist, weil er nicht fliegen kann. aber er ruht sich aus und schleicht erneut. und immer wieder kannst du ihn sehen: versteckt hinter einem gartenstuhl; dem tisch, das holz verschwemmt vom frühen regen; der kater sitz und starrt. muss irgendwo die elster sein; er sieht sie, immer er zuerst.
abb. 1; im tierheim


